Auf den Spuren der „Schieferbrücher“
REICHENBACH
Die Situation der bayerischen Schieferbrucharbeiter
in den Schiefergrube um Lehesten/Thür., steht derzeit
im Interesse der beiden freien Journalisten Steffi Mehlhorn
und Joachim Dresdner aus Berlin. Vor allem die Zeit nach
dem 2. Weltkrieg, insbesondere die 50er Jahre, als es
im geteilten Deutschland an der Ziegelhütte das „Loch
im Eisernen Vorhang“ noch möglich machte, dass
zahlreichen Schieferbrucharbeiter aus Reichenbach und den
Nachbargemeinden in Lehesten ihrer Arbeit noch nachgehen
konnten, wird von Steffi Mehlhorn und Joachim Dresdner
für den Bayerischen Rundfunk aufgearbeitet.
Auf den Spuren jener „Schieferbrücher“ wandelten
sie kürzlich bei einem Besuch in der Frankenwaldgemeinde
und holten sich dabei fachkundige Auskünfte von den
wenigen noch lebenden Schieferbrucharbeitern, welche bis
zu 12. September 1961, am Tag der Schließung des Grenzübergang
Lehesten - Ziegelhütte, ihrer Arbeit im Untertagebau
und in der Spalthütte am „Kieslich“ bei
Lehesten noch nachgingen. Viele Informationen konnten Paul
Hertel, Peter Daum, Georg Peter und Günter Hoderlein
den beiden Journalisten beim Besuch des ehemaligen Grenzübergangs
und ihres einstigen Arbeitsplatz vermitteln und mit auf dem
Weg geben.
Geplant ist, dass eine 30minütige Sendung am 3. Oktober,
dem Tag der deutschen Einheit, von BR 2 des Bayerischen Rundfunk
ausgestrahlt wird. Steffi Mehlhorn und Joachim Dresdner
waren Ende November 2007 schon einmal in Reichenbach und
dem benachbarten Lehesten in Thüringen um Rundfunkaufnahmen
zu machen. Das Ergebnis, die Rundfunksendung „Auf der
Schieferstraße“ wird am 25. Mai vom Deutschlandfunk
ausgestrahlt werden.
-bz-

Bildunterschrift:
Auf den Spuren der „Schieferbrücher“ wandelten
für eine Rundfunksendung die Journalisten Steffi Mehlhorn
und Joachim Dresdner mit Peter Daum (2. von links) und Günter
Hoderlein (rechts).
Foto: Bernhard Zipfel
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