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Gemeinderatssitzung in Reichenbach vom 25.04.2008

Die Abschlusssitzung des Reichenbacher Gemeinderates am Freitagabend stand ganz im Zeichen der Verabschiedung langjähriger und verdienter Gemeinderäte. Fünf von acht Gemeinderatsmitgliedern sind ab Mai 2008 nicht mehr im neuen Gremium vertreten.

2. Bürgermeisterin Karin Ritter bedankte sich bei ihren Gemeinderatskollegen für ihren Einsatz für die Reichenbacher Bürger und verabschiedete sie mit einem Präsent. 6 Jahre gehörte Alexander Klug (SPD) dem Gremium an.
Er sei „Jugendbeauftragter mit Leib und Seele“, gewesen, so Karin Ritter und habe als Postbote die Beschwerden und Wünsche der Bürger meist als erster erfahren und an das Gremium weitergeleitet.
17, 5 Jahre, von 1984 bis 1990 und von 1996 bis 2008 war Herbert Schnappauf (SPD) im Gremium vertreten, davon gehörte er 11 Jahre dem Schulverband an. Er war Kassenprüfer, so Karin Ritterm der Spielplatz in der Fichtenstraße lag ihm besonders am Herzen.
Helmut Scherbel (SPD) war 18 Jahre im Gemeinderat. Vor allem als „Bausachverständiger in Sachen Tiefbau“ war sein Rat gefragt. Auch ihm lag der Kinderspielplatz besonders am Herzen. Gerne legte er selbst bei Maßnahmen mit Hand an.

Wenige Tage vor der Sitzung wurde das Zimmer des Ortsheimatpflegers in der alten Schule fertiggestellt, das er in Eigenregie hergerichtet hatte. Jeweils 24 Jahre waren Robert Oschmann (SPD) und Josef Welscher (CSU) im Gremium vertreten. Robert Oschmann war Fraktionssprecher, „Manager der gemeindlichen Feste und des Gemeindefaschings und bei der 800 Jahr-Feier“. Zudem habe er das gemeindliche Musikduo „Johnny und Oschi“ ins Lebens gerufen, so Karin Ritter mit einem Augenzwinkern, sie hoffe, dass es bald wieder auftreten werde.

Josef Welscher habe von Berufswegen „unternehmerisches Denken, hauptsächlich im Bereich der Gemeindefinanzen an das Gremium weitergegeben“ und habe sich durch eine ruhige und sachliche Art ausgezeichnet. „Es war ein schönes Miteinander und es hat Spaß gemacht“, blickte Robert Oschmann auf die vergangene Zeit zurück. Er wünschte der neuen Bürgermeisterin für die nächsten sechs Jahre eine glückliche Hand und hoffte, dass man im Gremium weiterhin gemeinsam an einem Strang ziehen werde.

Von Helmut Scherbel gab es für Karin Ritter einen „roten Schirm“, der sie bei Unwettern schützen solle. „Die vielen einstimmigen Beschlüsse zeigen eins: Es hat gepasst“, sagte Bernhard Pötzinger für die CSU-Fraktion, es habe keine Parteipolitik, sondern nur eine Politik zum Wohle der Bürger gegeben.

„Jeder von uns hätte in diesem vergangenen Jahren gerne mehr tun wollen“, meinet 2. Bürgermeisterin Karin Ritter, die ab 1. Mai ihr Amt als 1. Bürgermeisterin antritt. Leider seien dem Gemeinderat in finanzieller Hinsicht die Hände gebunden gewesen. Von großen Projekten, wie zum Beispiel der Sanierung der Ortsstraßen, habe man leider nur träumen können. Die Generalsanierung der Kläranlage in den Jahre 2002 – 2003 habe auch nur durchgeführt werden könne, weil man mit dem Betreibermodell im Verbund mit der Firma Südwasser neue Wege gegangen sei. Dennoch haben kleine Projekte in den letzten sechs Jahren Reichenbach wieder etwas lebenswerter gemacht.
Karin Ritter nannte die Fortführung der Radwegs bis zum Ortseingang im Jahre 2004, die Sanierung des „unterer Teich“, die neue Umzäunung des Friedhofs, Umbaumaßnahmen an der Turnhalle und die Dorfweihnacht. „Hoffen wir nun, dass nach der Überprüfung unserer Gemeindefinanzen durch den kommunalen Prüfungsverband auch amtlich festgestellt wird, was wir schon seit Jahren wissen: Wir haben kein Ausgabenproblem, sondern und fehlen schlicht und einfach die Einnahmen“, so Karin Ritter weiter, die sich bei allen Reichenbacher, allen Gemeinderäten und der Verwaltung für ihr Engagement bedankte.

Besonderen Dank sagte Karin Ritter an Ortsheimatpfleger Bernard Zipfel.
Die Abschlusssitzung nutzte sie, um ihm für seine unschätzbare Arbeit um die Geschichte Reichenbachs und seiner Vereine lebendig zu erhalten, mit einem Wappen und einem Präsent zu danken. Bernhard Zipfel sei in der Gemeinderatssitzung am 15.02.1085 zum Ortsheimatpfleger bestellt worden und habe seitdem zahllose Stunden ehreamtlich im Staatsarchiv in Bamberg verbracht. Der enge Kontakt mit dem früheren Oberlehrer Ludwig Scherzer und den älteren Einwohner werden ihm sicher viel bei seiner Arbeit geholfen haben,, so die 2. Bürgermeisterin. „Meisterwerk“ des Ortsheimatpfleger sei die Reichenbacher Ortschronik anlässlich der 800-Jahr-Feier im Jahre 1990 gewesen. Zudem habe er Festschriften für kirchliche Feste und Vereinsjubiläen erstellt.

Vor der Verabschiedung hatte der Gemeinderat als letzte Beschlüsse dieser Legislaturperiode Ergebnisse der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung festgestellt und die Landschaftspflegemaßnahmen 2008 genehmigt. Man km dabei überein, auf die seit Jahren im Maßnahmenkatalog vermerkte „Fichtenentnahme im Dobersgrund“ endgültig zu verzichten. In diesem Jahr sollen im Bereich der Wege von Kapelle bis zur Kreuzung einseitig Baumbepflanzungen vorgenommen werden. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt, bei der ca. 5000 Euro teuren Maßnahme, bei rund 800 Euro.

Im Bild von links:

Helmut Scherbel, Herbert Schnappauf, Alexander Klug, Robert Oschmann, Josef Welscher und Karin Ritter

MUU:
Für seine 23-jährige Tätigkeit als Reichenbacher Ortsheimatpfleger bedankte sich 2. Bürgermeisterin Karin Ritter bei Bernhard Zipfel. „Meisterwerk“ des Ortsheimatpfleger sei die Reichenbacher Ortschronik anlässlich der 800-Jahr-Feier im Jahre 1990 gewesen.

Peter Fiedler,

kr

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